Steuererklärung – 5 Profitipps

1. Verpflegungsmehraufwand

Egal ob Arbeitnehmer oder Selbständiger: Wussten Sie, dass Sie mehrere hundert Euro sparen können, wenn Sie sich eine Viertelstunde hinsetzen und alle Ihre Abwesenheiten des letzten Jahres auflisten ?

Beispiel

Ein Arzt besucht jährlich 8 Fortbildungsveranstaltungen a zwei vollen Tagen. Er kann ansetzten:

8 x EUR 24 x 2 (Tage) = EUR 384,00. Bei einem Steuersatz von 45 % macht das eine Ersparnis von EUR 172,80.

Da lohnt sich die Viertelstunde Arbeit !

2. Handwerkerrechnungen

Zur Bekämpfung der Schwarzarbeit hat sich der Gesetzgeber ein Steuergeschenk für alle ausgedacht, die ihre privaten Handwerkerarbeiten offiziell machen lassen:

Liegt

  • eine Rechnung vor und
  • ein Überweisungsbeleg

so erstattet der Gesetzgeber 20 % der Rechnungsbeträge !

Achten Sie aber darauf, dass es sich nicht um Materialkosten handelt oder etwas Neues hergestellt wurde (z. B. Handwerker bauen einen neuen Dachstuhl).

3. Fahrten zur Arbeit

Wie Ihnen aus der Presse bekannt ist, hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass Fahrten zur Arbeit nach wie vor steuerlich absetzbar sind. Daher musste der Gesetzgeber das Gesetz wieder zu unseren Gunsten ändern. Machen Sie die Fahrtkosten daher geltend !

4. Rentenzahlungen und andere Vorsorgeausgaben

Sie haben in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass der Ansatz von Vorsorgeausgaben (Rente, Krankenkasse, Lebensversicherungen u. a.) ab einem bestimmten Betrag nichts mehr bringt und verzichten daher, die Ausgaben alle aufzulisten ? Großer Fehler ! Durch die Rentenreform hat sich viel geändert. Das Prinzip ist, dass die Aufwendungen alle abzugsfähig sind und die späteren Renten und andere Einnahmen voll steuerpflichtig. Wenn Sie jetzt also auf die Geltendmachung der Ausgaben verzichten, verschenken Sie hohe Steuerentlastungen (und ärgern sich später noch mehr, dass Sie Ihre Rente versteuern müssen). Also, alles auflisten !

5. Klein aber fein: Pauschalen

Es gibt Pauschalen, bei denen Ausgaben fiktiv vermutet werden. So steht Ihnen z. B. der Werbungskostenpauschbetrag in Höhe von EUR 1.000 zu, auch wenn Sie nur Werbungskosten in Höhe von z. B. EUR 50 hatten.

Interessanter sind aber die Beträge, bei denen das Finanzamt einen Werbungskostenabzug bis zu einer bestimmten Höhe pauschal nicht überprüft. Hierzu zählt z. B. die Möglichkeit, von seinen Telefonrechnungen (Handy und Festnetz) pauschal 20% (höchstens aber EUR 20 monatlich) wegen der Telefonate mit dem Büro und der ständigen Erreichbarkeit als Werbungskosten anzusetzen.

Neben diesem Beispiel gibt es noch eine Anzahl weitere „Pauschalen“, die gekannt werden sollten.

Ich verrate Sie Ihnen gerne !

  • Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme:
    Telefon: 0211 - 86 320 310

    Gerne verabreden wir ein erstes Gespräch, das dem Kennenlernen dient und insoweit gebührenfrei ist.

Krischan TreydeKrischan Treyde (CV)
Rechtsanwalt
Steuerberater
Fachanwalt für Steuerrecht

Hohe Str. 46
40213 Düsseldorf (Altstadt)